H E A D, H E A R T & H A N D S

H  E  A  D,  H  E  A  R  T      &  H  A  N  D  S

Hier sehen Sie meine Arbeit in meinem Atelier. © Danièle Brown

A L L E ... A R B E I T E N ... S K I Z Z E N ... U N D ... F O T O S ... U N T E R L I E G E N ... D E M... U R H E B E R R E C H T.
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Freitag, 20. November 2015

ZISELIEREN

Das Ziselieren ist, wie das Treiben, eine spanlose Verformung glatter Metalloberflächen. Ziselieren bedeutet kaltes Metall zu modellieren. Mittels Verwendung von verschieden geformten Punzen und Zieselierhammer werden in glatte Metalloberflächen Muster oder Ornamente geschlagen, so entsteht ein Relief. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten muss das Metall immer wieder geglüht werden, da es sich durch das Ziselieren erhärtet und so wieder entspannt wird. Als Unterlage verwendet man eine Eisengußhalbschale, die mit Ziselierkitt aufgefüllt wird. Darauf fixiert man das Metallblech durch Erwärmen des Kittes. https://de.wikipedia.org/wiki/Ziselieren 

Soweit die Theorie - nun die Möglichkeiten der Umsetzung an Hand eines Beispiels aus meinem Atelier. Einen Armreif schmieden, jedoch mit Preislimit in Rotgold nicht schwerer als 20 gr, wahrlich eine Herausforderung. Denn es sollte eine konkave Wölbung eingearbeitet sein. Normalerweise könnte man diese ausfeilen, dann bleibt viel Restgold, das wieder geschieden werden muss, dass fließt in die Preisgestaltung ein, in diesem Fall zu teuer. Also kommt hier eine der ältesten Techniken zum Einsatz:



Gelühtes Rotgold aufkitten und Kerbe zieselieren.
Immer wieder weichglühen, da Rotgold bei mechanischer Bearbeitung sehr schnell aushärtet.

Das Drahtstück über ein Armbandeisen rundformen
Anschließend das ziselierte rundgeformte Drahtstück plan setzen, zusammenlöten, sorgfältig verfeilen und polieren.
Hier das Endergebnis, der fertig gearbeitete Armreif.
Das Ziselierwerkzeug!

Freitag, 25. April 2014

VORHER - NACHHER/ HEILUNGSARBEITEN

Manchmal bekomme ich einen Patienten, wie diesen hier:






Das ist meistens ein Schmuckstück, dass gerne und viel getragen wurde und irgendwann einen schlimmen Unfall hatte, und keiner möchte oder kann es reparieren. Wenn sie bei mir landen nehme ich die Herausforderung gerne an; denn Heilen macht Spass wenn es gelingt, und der Schmuckträger mit einem zufriedenen Lächeln das gute Stück wieder tragen kann.





Die Besonderheit dieses Reifs ist, dass er aus Feinsilber mit Kupferkern (zwecks Stabilität) besteht. Dies ist schwer zu löten und das Material wird sehr weich nach dem Erhitzen. Die tiefen Risse habe ich mit Sterlingsilber verfüllt, und anschließend den verformten Reif vorsichtig mit einem Holzhammer über Form planiert um das Feinsilber wieder zu härten, damit es sich beim Tragen nicht verbiegt. So eine Reparatur braucht Erfahrung und Zeit, das hat auch seinen angemessenen Preis.